Der Weg zum Paddockparadies oder How to Trail…
Am Samstag 23. März 2026 stand unser Altmark-Treff im Pferde- und Freizeitparadies Ziemendorf (Arendsee) ganz im Zeichen des Jahresmottos Pferdewohl. Unser Thema lautete nämlich „Paddock Trail“, eine Haltungsform, die immer mehr Pferdebesitzer und -besitzerinnen für Ihre Tiere bevorzugen. Als quasi Weiterentwicklung der einfachen Offenstallhaltung, bietet ein Paddock-Trail den Tieren eine Reihe von Extras, von denen wir annehmen, dass sie sich positiv auf die Gesundheit der so gehaltenen Tiere auswirken (kleiner Spoiler: um das Plus an Gesundheit durch Haltung im Paddocktrail wird es beim Pferde-Gesundheitstag im September gehen – Infos folgen!).
Der Tag begann für uns alle mit einem leckeren Frühstücksbuffet im Pferde- und Freizeitparadies und dann folgte der Einstieg ins Thema:
Wie muss so ein Paddock Trail genau aussehen? Was muss ich beim Bau bedenken? Aus welchen Bereichen soll er bestehen? Für welche Anzahl von Pferden plane ich und sind diese ähnlich in der Fütterung, im Alter, imTemperament oder sehr unterschiedlich? Wie organisiere ich den Trail so, dass er nicht nur für die Pferde gut, sondern auch für die Menschen „servicefreundlich“ ist? Welche Bepflanzung eignet sich – und welche eher nicht? Wie schaffe ich parallel noch Lebensräume für Insekten, Kleinsäuger und Reptilien?
Diese und viele weitere Themen erläuterte die eingeladene Referentin Verena Elschner vom Heide-Trail Dolle. Verena hat in den letzten Jahren in Dolle eine große Paddock Trail Anlage für zwei Pferdeherden geschaffen und konnte daher überaus kompetent ihr erworbenenes Wissen auf diesem Gebiet, ergänzt duch eigene Erfahrung, in einem überaus informativen Impuls-Referat vortragen. Da auch viele der zahlreich erschienenen Zuhörer und Zuhörerinnen bereits Erfahrungen mit Paddock Trails hatten, ergaben sich immer wieder fruchtbare Dialoge, die das Gesamtbild ergänzten und abrundeten.
Nach der Theorie ging es raus an die Praxis: Auf einem realen Areals von etwa 1/2 ha mit bereits vorhandenen Wirtschaftsgebäuden, auf dem eine private Pferdehaltung geplant ist, konnten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ihr Wissen gleich anwenden. In Kleingruppen, ausgestattet mit Lageplan und Stiften, ging es ans Planen und Skizzieren. Am Ende lagen vier unterschiedliche Pläne vor, die von Verena noch fachlich kommentiert wurden. Die Besitzerin des Hofes hat nun die Qual der Wahl, sich für eines der Projekte zu entscheiden – oder Elemente aus jedem in ihre eigene Planung einfließen zu lassen.
Für diejenigen, die nach diesem lehrreichen Tag noch nicht gleich nach Hause eilten, gab es zum Abschluss noch Kaffee und Kuchen im Cafe „Lindenkrug“ in Harpe.
Text: Birte Hildebrandt
Fotos: Nicole Zepezauer




